Sven Zollinger und 16 Mitunterzeichnende forderten den Stadtrat auf, die Höhe der kommunalen Mehrwertabgabe für Um- und Aufzonungen im Rahmen der Ortsplanrevision nochmals zu überprüfen. Sie argumentierten, dass Wetzikon mit einem Abgabesatz von 40 % am oberen Ende liegt und geprüft werden sollte, ob ein tieferer Satz die Innenentwicklung, Verdichtung sowie private Investitionen fördern könnte, ohne die Qualität der Stadtentwicklung zu beeinträchtigen.
Der Stadtrat beantragte, das Postulat nicht zu überweisen. Er begründet dies damit, dass die Mehrwertabgabe erst 2022 eingeführt wurde und seither weder rechtliche noch tatsächliche Veränderungen eingetreten seien, die eine erneute Überprüfung rechtfertigen würden. Zudem sei der Abgabesatz von 40 % bereits politisch diskutiert und bewusst beschlossen worden. Eine erneute Anpassung würde die Rechtssicherheit und Planbeständigkeit beeinträchtigen.
Im Rahmen der Ortsplanrevision ist dieser Satz dann dennoch nochmals zu diskutieren. Die Mehrwertabgabe ist nur durch finanzstarke Investoren tragbar. Folglich werden private Investoren gezwungen sein, ihre Grundstücke für eine Projektrealisierung zu verkaufen. Zusätzlich ist die Mehrwertabgabe einen Treiber für höhere Mietzinse.